Gutachten beziffert Wert des Orlacher Missales auf fünf Millionen Euro

Ein neues Gutachten liegt vor – und es bestätigt einen außergewöhnlichen Befund: Beim Orlacher Missale handelt es sich um ein Unikat von höchstem Rang, das zu den bedeutendsten erhaltenen illuminierten Handschriften Deutschlands, entstanden zwischen 1000 und 1100, gehört.

Zwei Aspekte hebt das Gutachten besonders hervor:

Zum einen enthält die Handschrift an zahlreichen Stellen Vertonungen liturgischer Texte in Neumen – jener frühen mittelalterlichen Notenschrift, die dem heutigen Notensystem vorausging. Übersetzt man diese Neumen wieder in Töne, könnten erstmals Lieder und Melodien aus der Zeit der Romanik hörbar werden.

Das Gutachten beziffert den Wert auf mindestens fünf Millionen Euro.